Jeder Fall ist anders. Ein Ergebnis lässt sich nie garantieren. Aber die folgenden Beispiele zeigen, was eine durchdachte Verteidigungsstrategie bewirken kann.
Erfolg bedeutet nicht immer ein Freispruch. Je nach Fall kann Erfolg sehr Unterschiedliches heißen. Und oft entscheidet die Strategie der ersten Tage darüber, welche dieser Türen offen bleiben:
Das Verfahren endet, bevor es richtig beginnt: Die Staatsanwaltschaft stellt das Ermittlungsverfahren ein. Keine Anklage, keine Verhandlung, kein Eintrag.
Kein Schuldspruch im Namen der Republik: Sie übernehmen Verantwortung, etwa durch eine Geldleistung, und bleiben ohne Vorstrafe und ohne Strafregistereintrag. Gerade für junge Menschen oft die wichtigste Weiche.
Wenn die Beweise zu dünn für die Vorwürfe sind, gilt: im Zweifel für den Angeklagten. Dafür muss die Verteidigung die Schwächen der Anklage sichtbar machen. Das gehört vorbereitet, nicht improvisiert.
Auch bei klarer Schuldfrage lohnt sich Verteidigung: Milderungsgründe, bedingte statt unbedingter Strafe, Geldstrafe statt Haft. Der Ermessensspielraum des Gerichts ist groß. Man muss aber wissen, wie man ihn nutzt.
Anonymisiert, aber echt.
Die Mandanten waren im ersten Verhandlungsgang ohne Anwalt angetreten und hatten verloren. Ich habe den Fall übernommen, habe beim OLG Wien Berufung und Nichtigkeitsbeschwerde eingebracht: Das Oberlandesgericht gab uns in allen Punkten recht. Das Verfahren wurde neu aufgerollt. Am Ende stand statt des Urteils eine Diversion. Keine Vorstrafe.
„In der neuerlichen Verhandlung ging die von Herrn Fürthaler entwickelte Strategie voll auf: Das ursprüngliche Urteil konnte nicht nur gedreht, sondern letztlich in eine Diversion umgewandelt werden."
Aus einem Missverständnis wurde eine Anklage und für den Mandanten der erste Gerichtsprozess seines Lebens. Meine Verteidigung zerlegte die Vorwürfe in der Hauptverhandlung: Freispruch im ersten Rechtsgang. Mindestens so wichtig wie das Ergebnis: ein Mandant, der sich durch das gesamte Verfahren geführt fühlte.
„Im ersten Prozess Freispruch bekommen! Als Anwalt, Verteidiger und auch als Mensch hat er mich motiviert und moralisch unterstützt."
Eine Anzeige wegen sexueller Belästigung: ein Vorwurf, der Existenzen gefährden kann, noch bevor ein Gericht ihn je prüft. Meine Verteidigung setzte im Ermittlungsverfahren an: Die Strafverfolgungsbehörde wurde von der Unschuld des Mandanten überzeugt. Das Verfahren endete, bevor es öffentlich wurde.
„Hat mir bei einer Anzeige Richtung sexuelle Belästigung geholfen und konnte die Strafverfolgungsbehörde von meiner Unschuld überzeugen!"
Alle Beispiele beruhen auf echten Fällen ehemaliger Mandanten. Frühere Ergebnisse lassen keinen Schluss auf den Ausgang künftiger Verfahren zu. Jeder Fall wird individuell beurteilt.
Manche Verfahren schaffen es in die Nachrichten. Für die Beschuldigten bedeutet das doppelten Druck, für mich als Verteidiger doppelte Verantwortung.
Vorwurf der Mittäterschaft an einer Bankomat-Sprengung: ein Verfahren, das es bis ins ATV-Programm schaffte. Ich habe die Beschuldigte durch das gesamte medial begleitete Verfahren verteidigt.
ATV-Beitrag zum Prozess (2 Min.)
Eine Verfolgungsjagd, über die österreichweit berichtet wurde, und ein Angeklagter, für den es um alles ging. Auch hier: Verteidigung vom Ermittlungsverfahren bis zur Verhandlung.
oe24.TV „Interview des Tages" zum Verfahren (9 Min.)
Wenn große Kriminalfälle Österreich beschäftigen, holen Redaktionen mich als Strafverteidiger vor die Kamera, zuletzt etwa bei oe24.TV und im Studio von Puls24.
„Hinter jedem Fall, über den berichtet wird, steht ein Mensch, für den gerade alles auf dem Spiel steht. Diese Verantwortung ändert sich nicht, mit oder ohne Kamera.“
oe24.TV „Österreich Heute": Einordnung eines aktuellen Falls (10 Min.)